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Industriekaufmann/kauffrau EU

Ansprechpartnerin: StD´Martina Dadek

Industrie-EU-Praktikum
Auszubildende während ihres Praktikums in York
 

Allgemeine Informationen:

Die zunehmende internationale Verflechtung der deutschen Industrie erzeugt einen erhöhten Qualifikationsbedarf für die Unternehmen. Im Zuge der Globalisierung und der dynamischen Entwicklung des Europäischen Binnenmarktes werden Mitarbeiter benötigt, die neben fachlichen Kompetenzen auch über berufsbezogene Fremdsprachenkenntnisse verfügen. Gerade in Zeiten sinkender Schulabgängerzahlen ist es von großer Bedeutung, attraktive Angebote für qualifizierte potentielle Mitarbeiter machen zu können und diese dann im Rahmen der Ausbildung gezielt zu fördern.

Schülerinnen und Schüler mit Hochschulreife suchen eine praxisbezogene Alternative zum Studium; eine kaufmännische Erstausbildung, deren Qualifikationsniveau über dem der "normalen" kaufmännischen Ausbildungsberufe liegt.

Diesen Bedürfnissen möchte der Ausbildungsgang Industriekauffrau/-mann EU Rechnung tragen. Er entstand im Rahmen einer Public-Private-Partnership in Zusammenarbeit Essener Industriebetriebe, der Industrie- und Handelskammer und des Robert-Schuman-Berufskollegs. Seit dem 1. August 2003 werden Industriekaufleute EU im dualen System in den Betrieben und in der Schule ausgebildet.

Das Robert-Schuman-Berufskolleg bringt in diese Kooperation jahrelange Erfahrungen in der Vermittlung berufsbezogener Fremdsprachenkenntnisse und der Organisation und Vermittlung von Auslandspraktika sowohl für ausländische Schüler in Essen als auch für deutsche Schüler im Ausland ein. Insbesondere mit dem vollzeitschulischen Ausbildungsgang Fremdsprachassistenten konnten sehr positive Erfahrungen in der Vermittlung des europäischen Gedankengutes gesammelt werden. Daneben werden am Robert-Schuman-Berufskolleg seit Jahrzehnten alle Essener Industriekaufleute im schulischen Bereich ausgebildet.

Der Unterricht:

Neben den Ausbildungsinhalten des Rahmenlehrplans Industriekaufleute werden zusätzlich europaspezifische und englischsprachliche Inhalte vermittelt.

Im ersten Ausbildungsjahr werden die Auszubildenden im Rahmen des Englisch-unterrichts und des Politikunterrichts (erteilt in englischer Sprache) besonders auf die Anforderungen, die das Praktikum an sie stellt, vorbereitet. Im Politikunterricht wird besonders auf die landeskundlichen und kulturellen Aspekte der Unterrichtsinhalte geachtet.

Mit Beginn des zweiten Ausbildungsjahrs absolvieren die Auszubildenden ihr 13-wöchiges Auslandspraktikum in kleinen und mittelständischen Betrieben in England. Sie leben in einer Gastfamilie und absolvieren Sprachkurse bei der angesehenen Sprachschule York-Associates, die mit einer BEC Vantage-Prüfung (Business English Certificate) sowohl schriftlich als auch mündlich abgeschlossen werden. Danach wird die berufliche Ausbildung in Deutschland fortgesetzt.

Vorteile für den Auszubildenden

  • Erweiterung des angesehenen Ausbildungsberufs Industriekauffrau/-mann um europäische Komponenten.
  • Sehr gute berufliche Perspektiven in einer zunehmend international verflochtenen Volkswirtschaft.
  • Erwerb breiter berufspezifischer Englischkenntnisse.
  • Durch den Auslandsaufenthalt in den englischen Partnerbetrieben werden sowohl persönliche als auch berufliche Kompetenzen erworben, die längerfristig die beruflichen Chancen verbessern.
  • Erwerb von IHK Zertifikaten in den Bereichen Außenhandel und Fremdsprachen.
  • Alternative zum Studium.

Vorteile für die Ausbildungsbetriebe:

  • Gewinnung von qualifiziertem europäisch ausgebildetem Mitarbeiterpotential

Die Abschlussprüfung

Das dritte Ausbildungsjahr endet mit der Abschlussprüfung zum Industriekaufmann bei der Industrie- und Handelskammer.

Dem besonderen Schwerpunkt Industriekaufmann EU wird mit einer zusätzlichen IHK-Prüfung, der "Zusatzqualifikation Kaufmännische EU-Kompetenz", Rechnung getragen. Zur Vorbereitung auf diese IHK-Prüfung werden über die gesamten Schulblöcke gezielt Kenntnisse aus dem Bereich der internationalen Wirtschaftsbeziehungen sowohl aus betriebswirtschaftlicher als auch aus volkswirtschaftlicher Sichtweise in den Fächern "Außenhandel" und "Wirtschafts- und Sozialprozesse" vermittelt. Die „Zusatzqualifikation Kaufmännische EU-Kompetenz“ erstreckt sich über zwei volkswirtschaftliche und ein außenhandelsspezifisches Teilgebiet und wird sowohl schriftlich als auch mündlich geprüft.

Darüber hinaus legen die Auszubildenden noch eine dritte Prüfung „Zusatzqualifikation Englisch für kaufmännische Auszubildende“ vor der IHK ab. Der Berufschulunterricht im Fach Englisch zielt während der gesamten Ausbildung auf die Inhalte dieser Prüfung ab. Der Aufenthalt in England und der Sprachunterricht dort fördern die nötigen Fremdsprachenkenntnisse.

eingeführte Bücher

Die eingeführten Bücher finden Sie hier unter dem Bildungsgang INDUSTRIEKAUFMANN.

Bewerbungen:

Bewerbungen richten Sie bitte direkt an die ausbildenden Industriebetriebe. Diese melden ihre Auszubildenden dann beim Robert-Schuman-Berufskolleg in Essen für den Berufschulunterricht an.

 

Industrieunternehmen, die zur Zeit Ausbildungsplätze zur / zum Industrie-kauffrau/-mann EU anbieten:

 

  • Atlas Copco Construction Tools GmbH-Helenenstraße 149-45143 Essen
  • EVONIK-Goldschmidt GmbH-Goldschmidtstraße 100-45127 Essen
  • EON Ruhrgas AG-Huttropstraße 60-45138 Essen
  • RWE Service GmbH, Huyssenallee 12-14, 45128 Essen
  • RWE Supply & Trading GmbH, Altenessener Str. 27-33, 45141 Essen
  • Hans Turck GmbH & Co KG-Witzlebenstr.7-45472 Mülheim an der Ruhr


Das Anmeldeformular, der Flyer zum Bildungsgang und ein Entschuldigungsformular finden Sie im Downloadbereich unserer Seite.